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Ab in den Urlaub!

“Betrachten Sie Ihre Entbehrlichkeit als eine Errungenschaft, die Sie Ihrem guten Zeitmanagement verdanken“, rät Tikki Küstenmacher, Vorreiter in Sachen Zeitmanage­ment und Autor zahlreicher Bestseller. Wie aber kommt man dazu, für zwei Wochen wirklich entbehrlich zu sein? Liegt die Kunst hier im effektiven Ignorieren? Hinter mir die Sintflut? Ich bin dann mal weg? Oder kann man auch als Selbständiger mit gutem Gefühl für eine Weile auf einer Sonnenliege entspannen?

­Als Spätzünder in Sachen Selbständigkeit begebe ich mich heuer erstmalig als Unternehmer in den Urlaub. Natürlich beobachtete ich in letzter Zeit aufmerksam das „Urlaubsverhalten“ Gleichgesinnter und musste feststellen, dass es offensichtlich gar nicht so einfach ist. Scheinbarer Stress unmittelbar davor, erwartete, zusätzliche Arbeitslast danach und dazwischen hin und wieder ein paar Emails checken und wichtige Telefonate durchführen? Eigentlich hätte ich es mir so nicht vorgestellt. Darum habe ich bei denen nachgefragt, die es wissen sollten: etablierten Zeitmanagement-Experten und ein paar etablierten Unternehmerfreunden, die jedes Jahr offensichtlich entspannt aus ihrem Urlaub zurückkehren. Hier die Tipps zusammengefasst:

  • Frühzeitige Vorbereitung: Diese beginnt damit, sich den geplanten Urlaub im Kalender einzutragen – und nicht nur diesen, sondern auch die Woche davor und danach, um sich einen Puffer für Vor- und Nachbereitungs­arbeiten zu schaffen. Die Woche davor kann man dann auch dafür nutzen, wichtigen Kunden persönlich Auskunft über seine Abwe­senheit zu geben – und den Anruf auch gleich für eine Nachfrage, Interessens­bekundung, Kundenbindung, etc. nutzen.
  • Abarbeitung überfälliger ToDos: Vielleich kennen auch Sie das Gefühl, nur entspannt in den Urlaub gehen zu können, wenn vorgängig alle wichtigen Dinge erledigt sind? Mir geht es zumindest so – was mir in der Vergangenheit natürlich immer wieder ent­sprechenden Vorurlaubsstress, allerdings auch viele abgearbeitete ToDos brachte. Damit der Urlaubs-Boost aber nicht in einem Urlaubs-Frust endet, ist es ratsam, bereits zu Beginn der letzten Arbeits­woche zu klären, was noch erledigt werden muss – alles funktioniert in den meisten Fällen ja nicht auf Anhieb.
  • Für eine Vertretung sorgen: Bei den meisten meiner Kunden konnte ich beobachten, wie sich die Dynamik veränderte, wenn der Chef im Urlaub war – und zwar in den meisten Fällen sehr positiv: Mitarbeiter fühlten sich verantwortlich, waren initiativ und hoch motiviert. Sie nahmen die ihnen übertragene Verant­­wortung sehr ernst und wuchsen in manchen Fällen sogar über sich hinaus. Aus dieser Erfahrung heraus, kann ich Führungs­kräfte nur ermutigen, Verant­wortung während der eigenen Abwesenheit auch wirklich zu delegieren. Wie dieser Punkt bei einer Selbständigkeit aussieht – dafür fehlt mir bis dato die Erfahrung. Haben Sie hier wertvolle Tipps für mich? Ich mache hier nun einfach mal „Felderfahrung” und geniesse es, entbehrlich zu sein.
  • Weg sein, offline sein, entspannen: Der wohl härteste Part! Ich persönlich mache immer wieder die Erfahrung, dass eine gewisse Entspannung erst nach ein paar Tagen einsetzen kann. Während ich in den ersten Urlaubstagen immer noch das dringende Bedürfnis verspüre, permanent auf mein Handy zu sehen und Gedanken rund um mein Unternehmen meine Gedanken­gänge beherrschen, spüre ich den positiven Effekt vom Offline-sein, der Unerreich­barkeit und Ruhe erst wenn ich die Hürde der ersten paar Tage überwunden habe. So kann ich nur jedem empfehlen, im Urlaub wirklich „dis­connected“ zu sein. Scheint das wirklich unmöglich, ist eine fix eingeplante „Business-hour“, in der Mails gecheckt und wichtige Telefonate getätigt werden, sinnvoller, als permanente Erreichbarkeit.
  • Zurückkommen und Entspannung beibehalten – zumindest für die ersten Tage, die ich mir ja noch im Kalender markiert haben und darum dem Nacharbeiten gewidmet werden können.

Ob es funktioniert? Wir werden sehen. Jedenfalls wünsch ich Ihnen allen ein paar erholsame Wochen – ich bin nämlich jetzt dann mal weg. Sie hören nach meinem Urlaub Anfang August wieder von mir – hoffentlich entspannt und erholt.

Welche Urlaubserfahrungen haben Sie gemacht? Was hat das Potential den Entspannungsgrad zu steigern und was sollte man dringendst unterlassen? Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen!

Herzlichst,
Ihr Urs Frey

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